Apostolische Kammer

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Das Amt dem der Kardinal-Kämmerer vorsteht (Camerlengo) hat die Aufgabe die Güter und Rechte des Hl. Stuhls in der Zeit der Vakanz zu verwalten und wahrzunehmen. Das Amt geht bis auf das 5. Jh. zurück. Um das Jahr 1000 die „Schatzkammer“ (camera thesauraria) sozusagen die Finanzverwaltung der Güter und Spenden und der Vergabe von Almosen durch den Archidiakon. Leiter der Kammer war 1073 der Mönche Hildebrand von Sovana der als Papst Gregor VII. das Amt nun einem „Kämmerer“ anvertraute.  Mit „Kardinal-Kämmerer“ Cencio Savelli (nachmaliger Papst Honorius III – 1215-1227) beginnt die Reihe der Kardinal-Kämmerer verantwortlich für die Wirtschaftsführung des päpstlichen Hofes und das Personal der Kurie. Gregor X. bestimmt 1274 dass der Kämmerer sein Amt in der Zeit der Vakanz nicht verliert. Im 19. Jh. mit Ende des Kirchenstaates   verlor die Apostolische Kammer die jetzt vor allem Gerichtshof war ihre Befugnisse. Von Pius X. neu geordnet   mit rechtlichen Befugnissen nur für die Zeit der Sedivakanz.

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