Gabrielherrschaft verlängerte

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Ibsen habe gedichtet aus einer Inspiration des luziferisch gewordenen Erzengels Gabriel. Dabei fügte er (Rudolf Steiner bei einer Besprechung) hinzu daß das nicht so verstanden werden dürfe als ob Gabriel an sich ein luziferisches Wesen sei. Aber er sei von dem Impuls erfaßt worden seinen Einfluß über die ihm zur Verfügung stehende Zeit hinauszudehnen. An sich sei sein Zeitalter im Jahre 1879 abgelaufen gewesen aber er habe da von seiner Kulturherrschaft nicht abtreten wollen. So sei ein solches Drama wie Ibsens «Gespenster» das ganz auf der Vererbungsidee aufbaue zustandegekommen. In solcher Art Vergangenes über seine ihm zustehende Zeit hinaus wirksam zu erhalten sei stets etwas Luziferisches. Da sei also Gabriel von einem luziferischen Impuls erfaßt worden. Und er fügte hinzu: «Aus dem unrechtmäßigen Fortwirken Gabriels entstehen Kulturauswüchse die bewirken daß auf eine mystische Art Wünsche von doch nur intellektueller Natur ihren Weg ins Übersinnliche suchen.» [1]

Zitate:

[1]  GA 266/3 Seite 438   (Ausgabe 0 0 Seiten)

Quellen:

GA 266/3:  Aus den Inhalten der esoterischen Stunden. Band III (1913 1914; 1920 – 1923) (1913-1923)

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