Die Gestapo im Dritten Reich

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Geheime Staatspolizei

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Gestapo ist die Abkürzung für „Geheime Staatspolizei“ die gängige Bezeichnung für die politische Polizei im nationalsozialistischen Deutschland zwischen 1933 und 1945. Die Gestapo war ein zentrales Ausführungsorgan der nationalsozialistischen Herrschaft und als solches verantwortlich für den organisierten Terror in Deutschland und in den während des 2. Weltkrieges von Deutschland besetzten Gebieten.

Die Geheime Staatspolizei wurde auf Betreiben Hermann Görings, dem Chef der preußischen Polizei, 1933 gegründet und von Beginn an mit weitgehenden Kompetenzen ausgestattet. Bis 1944 zählte die Organisation 30000 Mitglieder. Ab 1936 hatte sie das Recht ohne richterlichen Beschluß Durchsuchungen und Verhaftungen durchführen und Personen in Konzentrationslager schicken lassen, sie foltern oder umbringen. Die Leitung der politischen Polizei war in den ersten Monaten des Nazi-Regimes noch Ländersache. Bis Anfang 1934 unterstand jedoch die Länderpolizei dem Befehl Heinrich Himmlers. Ihre vorrangige Aufgabe war die Erforschung und Bekämpfung aller „staatsgefährdenden Bestrebungen“ im gesamten Staatsgebiet. Der Gestapo waren in der Wahl ihrer Mittel keine Grenzen gesetzt.

Mit der Ernennung Himmlers zum Chef der gesamten deutschen Polizei im Juni 1936 wurde die Gestapo der SS unterstellt und somit in die NSDAP eingegliedert. Seit 1936 waren Gestapo, Kriminalpolizei und Grenzpolizei als Sicherheitspolizei zusammengefaßt. Drei Jahre später wurden sie mit dem SD im Reichssicherheitshauptamt vereinigt. Nach Kriegsausbruch begleiteten viele Gestapo-Beamte in den Reihen der SS die deutsche Armee bei ihren Eroberungsfeldzügen und organisierten die Verschleppung der dort lebenden Juden in die Konzentrationslager. Während des 2. Weltkrieges verstärkte die Gestapo ihren Terror noch, vor allem in den besetzten Gebietenals Teil der Einsatzgruppen der SS. Außerdem war die Gestapo für die Deportation der Juden aus allen besetzten Gebieten in die Vernichtungslager zuständig und hatte somit wesentlichen Anteil am Holocaust. In den Nürnberger Prozessen wurde die Gestapo 1946 zu einer verbrecherischen Organisation erklärt.

 

Literatur

Benz, Wolfgang / Hermann Graml /Hermann Weiß: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, München 1997.

Benz, Wigbert / Bernd Bredemeyer / Klaus Fieberg: Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg. Beiträge, Materialien Dokumente. CD-Rom, Braunschweig 2004.

Kammer, Hilde / Elisabet Bartsch / Manon Eppenstein-Baukhage / Manon Eppenstein- Baukhage: Lexikon Nationalsozialismus, Berlin 1999

Sauerland, Karol: Dreißig Silberlinge. Denunziation – Gegenwart und Geschichte; Verlag Volk und Welt; Berlin 2000

Die Gestapo. Mythos und Realität. von Gerhard Paul, Klaus-Michael Mallmann (1996)

Die Gestapo im Zweiten Weltkrieg. ‚Heimatfront‘ und besetztes Europa. von Gerhard Paul, Klaus-Michael Mallmann (2000)

Die Gestapo und die deutsche Gesellschaft. Die Durchsetzung der Rassenpolitik 1933 – 1945. von Robert Gellately (1994)

Geheime Staatspolizei. Über das Töten und Tendenzen der Entzivilisierung. von Hans-Joachim Heuer. (1994)

Gutman, Israel / Eberhard Jäckel / Peter Longerich (Hrsg.): Enzyklopädie des Holocaust. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden. München 1998

 

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